Meine Leadership Journey
Meine erste Führungsaufgabe kam früh: Während meines Studiums, mitten in der Finanzkrise, gründete ich mit vier Partnern ein Start-up. Ohne Plan B, ohne Anleitung und vielen Selbstzweifeln. Ich musste Entscheidungen treffen, obwohl die Lage unklar war. Ein Team führen, obwohl ich selbst noch am Anfang stand. Menschen leiten, die älter waren als ich – inmitten von Wachstum, Unsicherheit und schnellem Wandel. Damals wurde mir klar: Vieles, was ich im Studium gelernt hatte, half mir, aber nicht, wenn es wirklich darauf ankam. Nicht in komplexen Situationen. Nicht im Alltag mit echten Menschen.
Diese Erfahrung hat meinen Blick auf Führung grundlegend verändert. Ich durfte lernen: Führung ist keine Technik. Kein Werkzeugkasten. Führung ist Haltung. Klarheit schaffen. Vertrauen ermöglichen. Räume öffnen, in denen Neues entstehen kann. Zwei Dinge prägen meine Arbeit bis heute:
Verstehen, wie Führung wirkt – besonders unter Druck und in unsicheren Situationen.
Gestalten, was vor uns liegt – mit Menschen, die Wandel nicht nur mitgehen, sondern vorwegnehmen.
Resilienz ist für mich kein Konzept, sondern gelebte Erfahrung. Mit zwölf Jahren habe ich begonnen, für Triathlons zu trainieren. Ein Jahrzehnt war der Leistungssport mein Lebensmittelpunkt. Ich habe früh lernen dürfen, was es heißt, sich wirklich einzulassen. Mit allem, was dazugehört: Disziplin. Rückschläge, Fokus und klar bleiben, wenn es eng wird. Und: Leistung entsteht nicht durch Druck allein, sondern durch Vertrauen, Verantwortung und ein Team, das sich aufeinander verlassen kann. In Enttäuschungen wie in Momenten der Euphorie. Diese Haltung prägt auch meine Arbeit mit Führungsteams. Ich glaube an Klarheit statt Perfektion. An echte Gespräche. Und an die Kraft, Dinge gemeinsam in Bewegung zu bringen. Heute begleite ich Führungskräfte und Organisationen, die mit Unsicherheit arbeiten, nicht gegen sie. Ich gestalte Lernräume, in denen Führung wachsen kann: mit beiden Füßen in der Praxis, mit dem Blick aus der Forschung.
Als Professorin an der Hochschule München und am Munich Center for Digital Sciences & AI bringe ich Wissenschaft dorthin, wo sie gebraucht wird, in die Unternehmen und die Führungspraxis. In meiner Forschung zur Zusammenarbeit zwischen Mensch und KI frage ich:
Wie bleibt Führung handlungsfähig, wenn Entscheidungen nicht mehr nur von Menschen getroffen werden? Wie entsteht Vertrauen, wenn Systeme mitgestalten? Wie kann Verantwortung getragen werden, wenn Daten mitentscheiden. Und wie gelingt Zusammenarbeit, wenn sich Rollen, Logiken und Erwartungen verschieben?
Diese Fragen fließen direkt in meine Formate ein, daher gestalte ich Räume, in denen solche Fragen nicht abstrakt bleiben, sondern im konkreten Alltag verhandelbar werden.
Ich bin davon überzeugt, dass Führung im Handeln und im Fragen entsteht. Im Zuhören. Im Klarwerden. Wenn Sie Führung stärken wollen, für sich selbst, Ihr Team oder Ihre Organisation, begleite ich Sie gerne.
Dr. Tina Weisser
Was mich geprägt hat...
28.000 Stunden als Führungskraft
24 Jahre als Unternehmerin
bei 55 Triathlons ins Ziel gekommen
50.000 km mit dem Fahrrad zurückgelegt
4.900 Windeln gewechselt
766 theoretische Modelle studiert
36.700 Minuten meditiert
18.800 Post-its beschrieben
16.500-mal etwas Neues gelernt
7.750 herabschauenden Hund gemacht
In 7 Städten gelebt
850 Stunden Stoiker gelesen
Meine Expertise
Human-AI Leadership
In einem Workshop im September saß ich einer Führungskraft gegenüber, die mir eine Frage stellte, die mich seitdem nicht mehr loslässt. „Unser neues KI-Tool analysiert seit zwei Monaten unser Team. Jetzt schlägt es vor, drei meiner besten Leute in andere Bereiche zu versetzen, weil die Daten sagen, sie wären dort effizienter. Aber mein Bauch sagt: Das passt nicht. Was soll ich tun?“
Solche Situationen berühren genau den Kern meiner Arbeit. Nicht, weil sie leicht zu lösen wären, sondern weil sie sichtbar machen, worauf es in der Führung heute ankommt. Wenn Technologie mitdenkt, aber nicht mitschwingt. Wenn ein System Vorschläge macht, die rational plausibel sind, aber innerlich nicht stimmig. Wenn niemand anderes entscheiden kann, weil Verantwortung nicht delegierbar ist.
Ich kenne diese Momente. Auch aus meiner eigenen Praxis. Entscheidungen unter Unsicherheit. Spannungen zwischen Zahlen und Gefühl. Die Frage: Worauf kann ich mich verlassen, wenn beides nicht ganz greift? Führung beginnt genau dort. Wo es keine klaren Antworten gibt, wo Urteilsvermögen gefragt ist und Haltung.
Mein Zugang verbindet Forschung und Alltag. Theorie und Erfahrung. Diese zwei Ebenen prägen meine Arbeit und sind mir wichtig:
Die erste ist Leadership Literacy: Es geht nicht darum, alles über Technologie zu wissen. Sondern darum, ein Gefühl für Zusammenhänge zu entwickeln. Zu erkennen, wann Systeme helfen. Und wann sie überfordern oder täuschen. Was bedeutet Vertrauen, wenn Vorschläge von Maschinen kommen? Was heißt Verantwortung, wenn Entscheidungen nicht mehr nur aus dem Bauch kommen, aber auch nicht aus dem Code erklärbar sind? Wer führen will, braucht kein Rezeptbuch, sondern Urteilskraft.
Die zweite Perspektive ist Leadership Futuring: Wir schauen nach vorn. Nicht abstrakt, sondern konkret. Wie verändert sich Führung, wenn KI Teil des Teams ist? Wer trägt was? Wie kommunizieren wir, wenn nicht nur Menschen beteiligt sind? Welche Formen von Zusammenarbeit brauchen wir, die beides ernst nehmen – das Menschliche und das Systemische?
Ich denke nicht in Tools, sondern in Beziehungen. Zwischen Mensch und Technologie. Zwischen Haltung und Handlung. Zwischen dem, was heute notwendig ist, und dem, was morgen möglich wird.
Mein Ziel ist es, eine Führungs- und Arbeitskultur zu ermöglichen, in der Technologie dem Menschen dient, und das nicht als Selbstzweck. Sondern als Teil eines Systems, das Verantwortung ernst nimmt, Vertrauen stärkt und echte Zusammenarbeit möglich macht.
Mein Hintergrund
Mein Weg war nicht linear. Er verbindet Welten, die auf den ersten Blick nicht zusammenpassen: Psychologie, Design, Innovation. Unternehmertum und Wissenschaft. Praxis und Forschung. Genau diese Vielfalt prägt meinen Blick auf Führung
- 20 Jahre Erfahrung in Führung, digitaler Innovation und Management
- 8 Jahre Unternehmerin und Startup-Geschäftsführerin – erfolgreicher Exit mit Anfang 30
- Professorin für Digitales Service Design, UX und Leadership an der Hochschule München
- Programmleiterin am Munich Center for Digital Science & AI (MUC.DAI)
- Promotion zu Change Management und digitaler Service-Innovation
- Forschungsschwerpunkt: Innovation in Organisationen und Dynamiken von Veränderung
- Interdisziplinärer Hintergrund: Psychologie, Design, Architektur
- Weiterbildungen in systemischer Beratung, Coaching und Gruppendynamik (u. a. Hephaistos, Rosenkranz, zfsb Heidelberg, Consulting Impact)
- Praxiserprobt in agilen Arbeitsformen und adaptiver Führung
- Anwendung iterativer, nutzerzentrierter Methoden in Innovation und Transformation
MEINE FORSCHUNG
Wo Technologie auf Menschen trifft.
Vor einiger Zeit habe ich ein mittelständisches Unternehmen mit 30 Servicemitarbeitenden begleitet, dass erstmals KI im Kundenservice eingeführt hat. Die Idee war klar: Ein System sollte Anfragen vorsortieren, passende Empfehlungen geben und Prozesse effizienter machen. Auf dem Papier war das überzeugend.
Doch als ich das erste Mal vor Ort war und neben den Mitarbeitenden saß, sah ich etwas anderes. Erfahrene Kolleginnen und Kollegen, die seit Jahren souverän mit Kundinnen umgingen, waren plötzlich verunsichert. Nicht, weil sie die Technik ablehnten. Sondern weil sie sie nicht verstanden. Weil sie nicht nachvollziehen konnten, warum das System genau diese Empfehlung ausgab. Einer sagte: „Ich weiß nicht, warum die KI das sagt, also klicke ich einfach.“
Diese Beobachtung hat mich nachdenklich gemacht. Hier waren Menschen, die ihren Job liebten und gut machten. Und plötzlich fühlten sie sich entmündigt, nicht weil die Technik schlecht war, sondern weil niemand sie auf diese neue Art der Zusammenarbeit vorbereitet hatte.
Genau dort beginnt meine Forschung. Ich sitze neben den Menschen, die mit diesen Systemen arbeiten. Ich höre zu, wenn sie sagen: „Ich verstehe nicht, warum die KI das vorschlägt.“ Ich sehe die Unsicherheit in ihren Gesichtern. Meine Forschung beginnt nicht bei der Technik, sondern bei der Frage: Was macht sie mit uns? Mit unserem Selbstvertrauen. Unserer Verantwortung. Unserer Fähigkeit, Entscheidungen zu treffen, wenn nicht alles klar ist.
Mich interessiert, wie Menschen in Systemen agieren, die sie nicht vollständig verstehen. Wie Vertrauen entstehen kann, wenn man einem Algorithmus folgen soll. Und wie Verantwortung tragfähig bleibt, wenn sie geteilt ist – mit Daten, Technik und Black Boxes.
Mein Ansatz kommt aus dem Service Design. Für mich bedeutet das: Mensch-Maschine-Interaktion so gestalten, dass sie verständlich, wirksam und verantwortungsvoll ist. Technik ist dabei nie nur Werkzeug, sondern Teil eines größeren Systems. Und dieses System beeinflusst, wie wir arbeiten, führen und entscheiden.
Die Erkenntnisse aus dieser Forschung fließen direkt in meine Arbeit mit Führungskräften und Teams ein. Denn Systeme können vieles. Aber sie ersetzen keine Verantwortung. Sie ersetzen keine Führung. Und schon gar nicht das menschliche Maß.
Mich interessiert nicht, wie man KI implementiert. Mich treibt die Frage um, wie man damit lebt. Wie man darin führt. Und wie man dabei Mensch bleibt.
"Your leadership is a reflection of your story, formed by the experiences that stretched you, shaped by the choices that defined you"
- Tina Weisser
Was mich beschäftigt
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Lassen Sie uns sprechen!
Wenn Sie Führung neu denken oder Wandel gestalten wollen, unterstütze ich Sie gerne mit Klarheit, Haltung und Zukunftskompetenz.
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